Was ist eine Flechte?
Mit den Moosen gemeinsam haben die Flechten, dass sie im Vergleich zu den Gefäßpflanzen sehr klein sind. Ansonsten haben sie außer, dass sie z. B. wie die Moose wechselfeucht sind und uns manchmal in ähnlichen Lebensräumen ins Auge springen, wenig gemeinsam.
Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass Flechten gar keine Pflanzen sind, sondern eine symbiotische Lebensgemeinschaft zwischen einem Pilz („Mykobiont“) und einem oder mehreren, den Mykobionten mit Photosyntheseprodukten versorgenden Partnern („Photobionten“), sprich: Algen oder Cyanobakterien. Keiner der Partner wäre allein dazu imstande, die oft drastischen Standortbedingungen zu überleben, denen der zusammengesetzte Organismus Flechte bisweilen über mehr als 1000 Jahre erfolgreich trotzt, so etwa auf Steinen im Hochgebirge.
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Wie viele Flechtenarten gibt es auf der Welt?
Weltweit unterscheidet man rund 25.000 Flechtenarten, in Mitteleuropa etwa 2000 Arten. Ähnlich wie bei den Moosen sind auch bei den Flechten einige Gruppen schlecht untersucht, sodass auch hier neue Erkenntnisse die Artenzahlen beeinflussen. Die aktuelle Checkliste der in Deutschland bisher registrierten Flechtenarten kann hier als Excel-Tabelle runterladen werden.
Ökologie
Praktisch jedes Substrat vermögen Flechten zu besiedeln, Gesteine (auch unter Wasser), Erdboden, Bäume (Borke, Rinde, Blätter, Holz), selbstverständlich auch Moose und anthropogene Substrate wie Mauern, Grabsteine, Autos, Fensterscheiben, Gummi, Leder… Viele Flechten überziehen das Substrat flächig-krustig („Krustenflechten“), andere sind von blättriger Gestalt und mit dem Substrat mehr oder weniger locker über spezielle Fasern verbunden („Blattflechten“), während sich wieder andere strauchartig in die Höhe erheben oder von Zweigen oder Felsen herabhängen („Strauch-“ und „Bartflechten“). Häufig kann man auf Flechten auch parasitierende Pilze beobachten, die eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Bindung an bestimmte Flechtenarten aufweisen. Manche Flechtenarten vermögen sehr rasch einen Lebensraum zu besiedeln, während andere dafür mindestens Jahrzehnte benötigen, wie z. B. bestimmte Charakterarten historisch alter Wälder.
Naturschutz
Ohne die entsprechende Erfahrung sieht man es einer Flechte nicht an, ob eine Flechte selten ist oder nicht, weshalb nicht genug darauf hingewiesen werden kann, dass man den Kontakt zu erfahrenen Leuten oder einem wissenschaftlichen Verein suchen sollte, bevor man auf eigene Faust mit dem Sammeln und Herbarisieren von Flechten beginnt.
Welche Arten gesetzlich geschützt sind, verraten die Roten Listen der Bundesländer oder die Artenschutz-Datenbank des Bundesamtes für Naturschutz. Analog zum Moosportal gibt es nun ein in Zusammenarbeit mit dem Rot-Liste-Zentrum und dem Bundesamt für Naturschutz BfN aufgebautes Flechtenportal, wo sie Funddaten eingeben und selbst Daten beziehen können (Link zu Flechtenportal)
Sie können zu Naturschutzfragen auch die Rubrik Artenschutz unserer Website konsultieren. Grundsätzlich sollte nur dann Flechten von ihrem Standort entfernen, wenn man dies plausibel begründen kann und dafür zuvor eine eventuell erforderliche Genehmigung der Grundeigentümer*innen eingeholt hat. Dies hätte verhindern können, dass bestimmte Arten in Deutschland sogar durch Absammeln ausgerottet wurden. Generell sind Flechten aber nicht durch wissenschaftlich motiviertes Sammeln oder aus persönlichem Interesse an der Natur bedingtes Sammeln bedroht. Oft lassen sich Flechten nicht ohne Beschädigung oder Veränderung ihres Substrates entnehmen, was besonders bedeutend ist mit Blick auf Grabsteine oder gar antike Bauwerke. Diese erhalten ihre ästhetisch ansprechende Erscheinung gerade durch den Bewuchs mit zahllosen verschiedenen Flechten!
Flechtendiversität
Während Moose überwiegend grün daherkommen, ist die Welt der Flechten außerordentlich bunt! Schon auf der ersten Flechtenexkursion stellt man daher fest, dass die Anzahl unserer Worte für Farben nicht ausreicht, um die unterschiedlichen Farbtöne von Flechten eindeutig zu beschreiben. Die in diesem Dokument bzw. auf der BLAM-Website gezeigten Flechtenbilder lassen die Gestalt- und Farbvielfalt der Flechten nur im Ansatz erahnen. Viele Flechten kann man anhand habitueller Merkmale bereits im Gelände ansprechen, während es dazu bei anderen der chemischen Analytik bedarf. Eine Aufsammlung aller auf Bäumen westeuropäischer Städte vorkommenden Flechten passt in 2 Schuhkartons. Aber: Hätten Sie gedacht, dass allein dabei schon 100 bis 200 verschiedene Arten zusammenkommen können? Selbst auf einem Schachtdeckel aus Beton über einem städtischen Abwasserkanal kann man zuweilen über 25 verschiedene Arten identifizieren! Die kleinsten einheimischen Flechten erkennt man gerade mal an z. B. submillimetergroßen „Pünktchen“ auf dem Substrat, während die größten einheimischen Blatt- bzw. Bartflechten durchaus 30 cm Durchmesser bzw. Länge erreichen können, wie Lobaria amplissima bzw. Usnea filipendula. Dabei sollte man jedoch nicht glauben, dass nur die kleinsten Arten schwierig zu bestimmen sind.
Lichenicole Pilze
Inzwischen sind mehr als 1800 Flechten bewohnende Pilze (= lichenicole Pilze oder kurz Flechtenpilze) beschrieben worden (Lawrey und Diederich 2003). Dabei handelt es sich großenteils um wirtsspezifische Parasiten, die überwiegend in die Gruppe der Ascomyceten gehören. In der Regel werden diese Organismen noch leichter übersehen, als die Flechten selbst, da sie oft nur als winzige schwarze Fruchtkröper auf der Wirtsflechte zu erkennen sind. Um nach ihnen zu suchen, sollte man eher ungesund aussehene Flechten ansteuern, als die Prachtexemplare, da viele lichenicole Pilze beträchtliche Schäden am Wirt auslösen können (aber nicht müssen!). Die schwarzen, hier recht großen Fruchtkörper im gezeigten Bild könnte man als Leie auch als der Wirtsflechte zugehörig identifizieren, gehören aber zu einem parasitierenden Pilz. Bei Interesse an diesen Organismen wird auf die Homepage http://www.lichenicolous.net (Lichenicolous fungi: Worldwide Checklist Including isolated cultures and sequences available Phylogenetic arrangement of genera; externes Angebot) von James Lawrey & Paul Diederich verwiesen.
Wie bestimme ich eine Flechte?
Will man diese Winzlinge mit ihrem Namen ansprechen, benötigt man ein Minimum technischer Hilfsmittel, aktuelle Bestimmungsliteratur und die erforderlichen Kenntnisse über den Aufbau und die Lebensweise von Flechten, um die im Bestimmungsschlüssel gestellten Fragen korrekt beantworten zu können. Lehr- und Praktikumsbücher sind hier eine gute Hilfe und insbesondere für Nicht-Biologen unverzichtbar. Mehr lesen…
Was ist das Minimum?
Wenn man die Flechten eines Gebietes und die von den Arten jeweils besiedelten Substrate schon gut kennt, wird man viele Flechten auch ohne Hilfsmittel sofort ansprechen können. Aber grundsätzlich gilt: Viele Flechten sind sehr klein, und die zur korrekten Bestimmung wesentlichen Merkmale sind ohne technische Hilfsmittel (optische und/oder chemische) nicht zu identifizieren. Vieles an anderer Stelle zu Moosen Geschriebene gilt auch für die Untersuchung von Flechten.
Welche Lupe?
Wichtigstes Hilfsmittel ist eine 10-fach vergrößernde Lupe. Ideal sind so genannte Einschlaglupen, weil hierbei die Linse bei Nichtgebrauch in einem Gehäuse geschützt ist. Es gibt Modelle in unterschiedlichster Ausführung und Preisklasse, und „teuer“ heißt nicht zwangsläufig „gut“ in der Anwendung. Einfache, am häufigsten benutzte und vollauf ausreichende Modelle bestehen aus zwei plankonvexen Linsen, wobei die planen Flächen jeweils außen liegen. Preislage ab fünf Euro auf dem Flohmarkt. Mehr lesen…
Einziger Nachteil ist, dass Feuchtigkeit zwischen die Linsen gelangen kann und dann das System von innen beschlägt und somit trübe wird. Das ist zumeist dann der Fall, wenn man an besonders feuchten Stellen nach langer Regenwanderung die ganz besonders interessanten Arten erwartet…
Besser und deutlich teurer sind verkittete Triplett-Lupen. Diese bestehen aus drei miteinander verklebten Linsen, ein Beschlagen von innen ist also unmöglich, und auch das nutzbare Gesichtsfeld dieser Lupen ist, bei gleichem Linsendurchmesser, meist größer. Spitzenreiter sind sogenannte Kombilupen, die aus mehreren Linsensystemen (zumeist Tripletts) bestehen, die miteinander kombiniert werden können und Vergrößerungen von z. B. 10- bis 28-fach erlauben (Weinschenk-Lupe).
Ein Mitglied der BLAM, Erich Zimmermann, fertigt seit einigen Jahren mit Tripletten versehene, robuste Leuchtlupen an (nebenstehende Abbildung), die zwar sehr teuer sind, aber aufgrund der Beleuchtung mittels weißer LEDs ebenso praktisch (Hersteller-Information runterladen als PDF / download product flyer in English, PDF).
Über das Internet sind Leuchtlupen aus z. B. chinesischer Produktion von teils hervorragender optischer Qualität mit unterschiedlicher Vergrößerung und mit weißen oder UV-LEDs zu erwerben. Flechten in einem Borkenriss am Stammfuß eines Waldbaumes kann man zwar auch mit einer unbeleuchteten Lupe erkennen, doch wenn die zweite Hand dabei eine Lampe hält, merkt man doch sehr rasch, dass eine dritte Hand zum Abstützen fehlt…
Was man im Gelände zusätzlich zur Lupe dabei haben sollte: ein Messer mit möglichst kurzer Klinge, die sich sicher führen lässt, um Flechtenproben behutsam von Borke oder Erdboden zu entnehmen; zum Aufsammeln von gesteinsbewohnenden Arten einen Hammer und Meißel; Tüpfeltest-Reagenzien, Butterbrottüten und bei Bedarf einen Sortierkasten oder Streichholzschächtelchen, in dem man Proben unter Erhalt ihrer Struktur mitnehmen kann, um sie später im Labor zu fotografieren.
Tropffläschchen mit Reagenzien für den C-P-K-Tüpfeltest
Diese kleinen Fläschchen enthalten Natriumhypochlorit, para-Phenylendiaminlösung oder Kalilauge. Sie erlauben eine möglichst kontrollierte Applikation kleinster Reagenztröpfchen zur Überprüfung von Farbreaktionen bestimmter Flechteninhaltsstoffe. Auf Veranstaltungen der BLAM oder Exkursionen mit Flechtenkundigen kann man erlernen, wie diese Lösungen reaktionsfreudiger Substanzen, die keinesfalls auf die Haut oder in die Augen gelangen dürfen, fachgerecht aufbewahrt bzw. mitgeführt und angewendet werden. Mehr lesen…
Eine Bezugsquelle für diese Reagenzien ist der von Andreas Gminder geführte „Myko-Service“. Manche Inhaltsstoffe bewirken, dass die Flechte bei Beleuchtung mit ultraviolettem Licht etwa weiß, gelb, orange oder tiefrot fluoresziert. In der Regel genügt hierfür eine UV-Handtaschenlampe, die jedoch stark genug sein und die richtige Wellenlänge emittieren muss. Die relativ kostengünstigen Modelle „Windfire WF 501B“ und „Alonefire SV005 10W LED 365nm UV“ haben sich hierbei erprobt. Wichtig ist, die Flechten dabei im Dunkeln zu beleuchten und die Augen mit einer UV-Brille vor der Strahlung zu schützen.
Mikroskopie
Muss man Querschnitte von z. B. Apothecien oder Loben anfertigen, dann erledigt man das am einfachsten unter stereomikroskopischer Kontrolle. Ein Einblick wie man Querschnitte von Flechten anfertigt, gibt auch dieses Video. Auch kleine makroskopische Merkmale sind mit einem Stereomikroskop sehr schön zu erkennen. Der Begriff „schön“ ist hier auch deshalb angebracht, weil man die Schönheit vieler Flechten insbesondere mit einem guten Stereomikroskop genießen kann! Ein gutes Stereomikroskop ist leider recht teuer und für langlebige Laborausführungen mit stufenloser Vergrößerungswahl sind mindestens 1500,- Euro Neupreis anzulegen.
Unverzichtbar für den tieferen Einstieg ist ein Mikroskop. Dieses muss kein High-End-Gerät sein, aber ein Durchlichtmikroskop mit einäugigem Einblick (besser zweiäugigem), 40- bis 1000-facher Vergrößerung (ein 100x-Ölimmersionsobjektiv ist unerlässlich für Beobachtungen an Sporen), Kondensor und Beleuchtung sind wohl das absolute Minimum. Ein Objektführer (Kreuztisch) erleichtert die Arbeit ungemein.
Lichenicole Pilze
Bei manchen schwierigen Sippen müssen zur Bestimmung Art und Gehalt bestimmter Inhaltsstoffe und manchmal sogar molekulargenetischer Merkmale herangezogen werden, um äußerlich nicht unterscheidbare Arten voneinander zu trennen. Die dazu entwickelten Methoden sind teils sehr komplex. Hier seien beispielhaft genannt die Mikro-Rekristallisierung von Inhaltsstoffen (apparativ wenig aufwändig, setzt aber ausreichend Erfahrung voraus), die dünnschichtchromatographische (TLC bzw. HPTLC; apparativ aufwändiger als die Mikro-Rekristallisation, aber sehr aussagekräftig und in kleinen Labors mit erforderlichen Sicherheitseinrichtungen durchführbar) oder die flüssigkeitschromatografische Analyse (HPLC; apparativ aufwändig, Forschungslabors vorbehalten) von solchen Inhaltsstoffen. Fragen zu diesen Methoden können u.a. im BLAM-Web gestellt werden.
Flechten sammeln und herbarisieren
Wer sich erstmals mit Flechten beschäftigen will, sollte (1) sich ein gut bebildertes Bestimmungswerk beschaffen und (2) am besten mit einer erfahrenen Person auf Exkursion gehen, die weiß, welche Arten nicht gesammelt werden dürfen. Mehr lesen…
Eine Flechtensammlung kann z. B. zur Dokumentation des Artenspektrums eines bestimmten Gebietes verwendet und später einer wissenschaftlichen Einrichtung gestiftet werden.
Flechtenexkursionen kann man in Mitteleuropa das gesamte Jahr über unternehmen. Beim Sammeln gilt generell: Man entnimmt nur solches Material, das auch Aussicht auf eine erfolgreiche Bestimmung verheißt, und auch nur so viel wie unbedingt erforderlich ist für den beabsichtigten Zweck.
Will man die Flechten im Labor fotografieren, dann sollte man sie möglichst vorsichtig handhaben, damit sie ihre typische Gestalt beibehalten. Auch für die kurzzeitige Aufbewahrung sollte man nur Behältnisse aus Papier verwenden. In jede Papierkapsel kommt nur eine Probe. Alle Papierkapseln bekommen fortlaufende Nummern. Die Angaben zum Fundort (Gebiet, geogr. Koordinaten, Höhe, Exposition, Geländenutzung) und zum Substrat (Baumart, Gestein, Beschaffenheit) notiert man in ein Exkursionstagebuch. Unter die Fundortangaben schreibt man die Nummern der gesammelten Proben, jede in eine neue Zeile; nach der Bestimmung hinter jede Nummer den Artnamen. Auf diese Weise hat man eine Übersicht aller gesammelten Flechten nach Sammelnummern und Fundorten. Über die Nummer ist jede Probe eindeutig identifiziert und ihre Herkunft bestimmt.
Anschluss finden
Das Selbststudium ist natürlich unverzichtbar, um tiefer in die Flechtenkunde einzusteigen, jedoch ersetzt kein Buch und keine noch so gut aufgemachte Website eine Exkursion mit versierten Leuten! Das gilt für Flechten vielleicht noch mehr als für Moose. Die BLAM veranstaltet jedes Jahr ihre so genannte „Hauptexkursion“, auf der man viele an Flechten (und Moosen) interessierte Menschen aus Deutschland und den Nachbarländern kennen lernen kann (tagsüber Geländeexkursion und am Abend gemeinsame Bestimmungsarbeit und Diskussion über alles Erdenkbare zu Moosen und Flechten). Auch Volkshochschulen, regionale naturkundliche Vereine oder (in NRW) die biologischen Stationen veranstalten Exkursionen oder auch Seminare über Flechten, die manchmal auch im Veranstaltungskalender der BLAM aufgeführt sind. Über das BLAM-Web, die Mailingliste der BLAM für Moos- und Flechten-Interessierte in Mitteleuropa, kann man sich z. B. mit Leuten aus der Umgebung des Wohnortes zu gemeinsamen Exkursionen verabreden. Insbesondere in grenznahen Regionen lohnt sich die Kontaktaufnahme zu Vereinen in den Nachbarländern, z. B. in den Niederlanden, der Schweiz oder Tschechien. Ebenso empfehlenswert ist ein Blick auf das Veranstaltungsprogramm einer in der Nähe befindlichen Universität. Oft gibt es an lokalen Naturkundemuseen fachkundige Personen, die gerne weiterhelfen.
Bestimmungsliteratur (kleine Auswahl)
• WIRTH, V., HAUCK, M., SCHULTZ, M. (2013): Die Flechten Deutschlands. – Eugen Ulmer, Stuttgart; 2 Bände, 1244 S. [aktuelles Standardwerk für Deutschland; enthält zahlreiche Farbfotos].
• SMITH, C.W., APTROOT, A., COPPINS, B.J., FLETCHER, A., GILBERT, O.L., JAMES, P.W., WOLSELEY, P.A. eds. (2009): The lichens of Great Britain and Ireland, British Lichen Society, London. – Richmond Publishing, Slough. 1046p.
• Nordic Lichen Flora, Volume 1 (1999): Introductory Parts, Calicioid Lichens and Fungi; Volume 2 2002): Physciaceae; Volume 3 (2007): Cyanolichens; Volume 4 (2011): Parmeliaceae; Volume 5 (2013): Cladoniaceae. – Herausgeber: The Nordic Lichen Society – Uddevalla. [jeder Band enthält im Anhang zahlreiche Farbfotos, teils auf beigefügter CD].
• CLAUZADE G., ROUX C. (1985): Likenoj de Okcidenta Eŭropo. Ilustrita determinlibro.- Royan, S.B.C.O. édit. (Bull. Soc. bot. Centre-Ouest, n° spéc. 7), 893 + 2 p. [insbesondere in Frankreich/Westeuropa gut verwendbarer Schlüssel in Esperanto mit zahlreichen Zeichnungen diagnostisch relevanter Details; eine französische Übersetzung ist über die Association française de Lichénologie erhältlich].
Bildbände, Bestimmungsschlüssel mit Flechtenfotos (sehr kleine Auswahl)
• VAN HERK, C., APTROOT, A. (2004): Veldgids Korstmossen. – KNNV Uitgeverij.
• VAN HERK, C., APTROOT, A., SPARRIUS, L. (2017): Veldgids Korstmossen. – KNNV Uitgeverij. Vollständig überarbeitete und stark erweiterte Neuauflage. 370 S.
• DOBSON, F.S. (2011): Lichens. An Illustrated Guide to the British and Irish Species. – 6. Auflage.
• BRODO, I.M., SHARNOFF, S.D.; SHARNOFF, S. (2001): Lichens of North America. – Yale University Press
Die Bestimmung von Flechten anhand von Bildern ist eine sehr problematische Angelegenheit! Selbst wenn die zum Vergleich herangezogenen Fotos noch so gut sein mögen, sowohl in handwerklicher Sicht (z. B. Farbtreue) als auch hinsichtlich der korrekten Ansprache der abgebildeten Flechtenart, wird man in vielen Fällen um eine fundierte Bestimmung anhand der diagnostischen Merkmale mit einem für das Untersuchungsgebiet relevanten Schlüssel nicht herumkommen. Ein einzelnes Foto kann nie alle für eine Bestimmung relevanten Details zeigen. Farbreaktionen oder tatsächlich relevante Details werden selten gezeigt. Damit sollen keinesfalls die vielen schönen Internetseiten mit Flechtenfotos mies gemacht, sondern vielmehr zum kritischen Umgang damit aufgerufen werden. Links auf Websites mit Bildern von Flechten oder Checklisten finden Sie beispielsweise auf den Websites anderer Organisationen, die sich auf Flechten spezialisiert haben. Eine sehr kleine Auswahl geben wir hier:
• Flechten der Niederlande: https://www.verspreidingsatlas.nl/korstmossen
• The Lichen Photo Gallery, Natural History Museum, University of Oslo: https://nhm2.uio.no/botanisk/lav/Photo_Gallery/index.php
• Lichens of Belgium, Luxembourg and northern France: http://www.lichenology.info/cgi-bin/baseportal.pl?htx=atlas
• Flechtenbilder von Ulrich Kirschbaum: https://www.thm.de/lse/ulrich-kirschbaum/flechtenbilder